Hilfe bei Spielsucht: Diese Stellen helfen

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Hilfe bei Spielsucht: Diese Stellen helfen

Glücksspiel kann süchtig machen – das ist keine moralische Warnung, sondern eine medizinisch anerkannte Diagnose. In Deutschland gelten schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen als problematisch oder pathologisch glücksspielsüchtig, das entspricht rund 1,6 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Besonders riskant sind schnelle Online-Formate, doch Hilfe ist leichter erreichbar, als viele Betroffene glauben. Die folgenden Anlaufstellen sind kostenlos, anonym und auf Deutschland zugeschnitten. Zusätzliche Details gibt es bei 600 casino bonus.

Die erste Anlaufstelle: Bundesweite Telefonberatung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betreibt unter der kostenlosen Nummer 0800 137 27 00 eine telefonische Beratung, die rund um die Uhr erreichbar ist. Das Gespräch ist anonym, kostenfrei und wird von geschulten Fachkräften geführt.

Ergänzend gibt es die Online-Beratung der BZgA, die per Chat und E-Mail funktioniert. Viele Betroffene empfinden den schriftlichen Weg als niedrigschwelliger, weil sie ihre Situation in Ruhe schildern können, ohne sofort sprechen zu müssen.

Beide Angebote richten sich nicht nur an Spieler selbst, sondern ausdrücklich auch an Angehörige. Studien zeigen, dass pro süchtigem Spieler im Schnitt fünf bis acht weitere Personen direkt betroffen sind – Partner, Kinder, Eltern oder Kollegen.

Selbsthilfe und Beratungsstellen vor Ort

In fast jeder größeren Stadt in Deutschland finden sich Suchtberatungsstellen, die über die kommunale Trägerlandschaft finanziert werden. Die Beratung dort ist grundsätzlich kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.

  • Caritas, Diakonie und AWO betreiben bundesweit Beratungsstellen mit Spezialisierung auf Glücksspielsucht.
  • Der Fachverband Glücksspielsucht e.V. vermittelt Therapeuten und Kliniken in ganz Deutschland.
  • Selbsthilfegruppen wie die „Anonymen Spieler” treffen sich regelmäßig in zahlreichen Städten.
  • Hausärzte und Psychotherapeuten sind häufig der erste Kontaktpunkt und können weitervermitteln.

Ein stationärer oder ambulanter Entzug ist über die Krankenkasse abrechenbar, sofern eine ärztliche Diagnose vorliegt. Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz variieren regional zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten.

Selbstsperre als ergänzender Schutz

Seit 2021 existiert in Deutschland die zentrale Sperrdatei OASIS, in die sich Betroffene selbst eintragen lassen können. Eine Selbstsperre gilt für mindestens ein Jahr und wirkt bei allen legalen Anbietern mit GGL-Lizenz.

Die Sperrung lässt sich nicht ohne Weiteres rückgängig machen, was ein bewusster Schutzmechanismus ist. Wer sich unsicher fühlt, sollte diesen Schritt mit einer Beratungsstelle besprechen, um ihn mit therapeutischer Begleitung zu kombinieren.

Wichtig zu wissen: Hilfe bei Spielsucht ist in Deutschland kein Randangebot, sondern ein dichtes Netz aus Telefonberatung, lokalen Stellen und Selbsthilfe. Der erste Anruf kostet nichts und verpflichtet zu nichts – er ist oft der entscheidende Schritt.

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